8. Weiterreise Santorini -> Saloniki
Nachdem ich den Rest der Gruppe verlasse und ich den Linienbus nach Fira verpasse gehe ich -- der fixen Meinung dass es höchstens 2-3 Kilometer sind -- zu Fuß zum Hauptort der Insel.
Tatsächlich ist es aber leider beträchtlich beträchtlich weiter und erst nach etwa 90 Minuten Fußmarsch erreiche ich den Ort.
Nach einer ersten Kurzbesichtigung und Kauf des Fährtickets nach Piräus benutze ich die neu von einer österreichischen Firma errichtete Standseilbahn zum alten Hafen, der als Touristenattraktion noch immer verwendet wird.
Am Hafen angekommen muss ich feststellen,
dass es sich hier um eine Art Touristenfalle handelt, da eigentlich außer ein
paar Tavernen überhaupt nichts interessantes vorhanden ist. Nur für
Standseilbahnfanatiker oder Gäste, die eine Inselrundfahrt per Schiff
unternehmen wollen ist dieser Ort sehenswert.
Eindrücke von Santorini
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Friedhof... |
... und dazugehörige Kirche |
Blick aus Fira Richtung Meer |
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Enge Gassen |
Alter Hafen von oben |
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Alter Hafen (unten) |
Made in Austria (Standseilbahn vom Ort zum Alten Hafen) |
Standseilbahn |
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Wieder eine enge Gasse |
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Feuerwehrauto am Hafen |
Da ich einer Woche Ios zum Dank schon sehr müde ich, verzichte ich auf eine detailliertere Besichtigung der Inserl und mache mich nach einem Bierchen in einem kleinen Café auf dem Weg zum Busbahnhof um den 14:30 Uhr-Bus zum Hafen zu erreichen.
Dieser Bus ist ein ganz neuer Mercedes 0404 und nicht allzu voll.
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Bus (Fira 14:30 - Hafen ??:??) |
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Da außer einem Abendessen und einem Abendbier in der Taverne, wo wir gemeinsam eine Woche davor 88 Biere getrunken haben, sich im Hafen nicht viel tut, gehe ich schon etwa 1 Stunde vor Abfahrt zum Schiff, um in meiner Kabine etwas zu "rasten"...
Nachdem wir noch etwa eine halbe Minute auf einen Bus mit den letzten Touris aus Österreich warten, geht's schon ab Richtung Norden.
Die Kabinen sind an sich sehr bequem, jedoch leidet die Schlaferei leider unter den sehr lauten Durchsagen vor und nach jedem Hafen. Offenbach schafft es die griechische Ingenieurskunst nicht, die Beschallung nur in den Außenbereichen vorzunehmen...
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Spannung bis zur letzten Sekunde: letzte Touristen im Bus Richtung Hafen |
Tadellose Toiletten in der Kabine... |
Sonnenuntergang über Santorini |
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Express Santorini (Santorini/Thira 20:00
- Piräus/Pairaias 05:05) |
Dank der Unpünktlichkeit der Fähre verlängert sich der Schlaf noch um über eine Stunde und ich erreiche am frühen Morgen die Hafenstadt Piräus.
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Ankunft in Piräus |
Piräus |
dortiger eher ländliches Flair ausstrahlender Bahnhof |
Da sich der InterCity, der ab Piräus verkehren würde, schon zu spät ist, muss ich zum Athener Bahnhof fahren, um den 07:44-Schnellzug zu erreichen.
Nach Suche der U-Bahn-Station -- die im Übrigen trotz Olympiaausbaues vom Hafen aus nicht beschildert ist -- trachte ich danach möglichst rasch zum Bahnhof zu gelangen, um der Sonne (und der damit verbundenen Hitze) zu entgehen.
In der U-Bahn-Station steht auch schon ein Zug bereit...
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Metro 1 (Piräus ??:?? - Kifissia ??:??) |
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Metro 2 (Elliniko ??:?? - Sepolia
??:??) |
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Am Larrissaer Bahnhof angekommen nutze ich
die halbe Stunde um Fahrkarten nach Saloniki (Kostenpunkt: €14,10) sowie etwas
Landkartenmaterial zu besorgen.
Danach marschiere ich schnurstracks zum bereits bereitstehenden Zug.
Der Zug besteht aus einer offensichtlich
neuen Diesellok, sowie einem alten, sehr schäbigen Abteilwagen mit Buffetteil.
Dahinter hängen ausschließlich neue, klimatisierte Großraumwägen (3x2.Klasse,
1x1.Klasse)
Um die Landschaft besser zu genießen (und auch weil die "schönen" Waggons schon
überfüllt sind) wähle ich natürlich den 1. Wagen
Zur Fahrt:
Der Zug ist, wie am Balkan fast durchwegs üblich, sehr voll. Die Auslastung
bleibt auch bis zur Endstation durchgehend sehr hoch. In den Gebirgsabschnitten,
wo es abschnittsweise keine Nahverkehrszüge gibt, übernimmt unser Zug diese
Aufgaben und hält daher auch in Bahnhöfen, wo beim besten Willen kein für einen
Fernzug ausreichendes Einzugsgebiet erspähbar ist.
Landschaftlich ist die Strecke durchwegs sehr interessant.
Vor allem der Gebirgsabschnitt zwischen Tithorea und Lianokladion ist eine einmalige Strecke, die landschaftlich mit sämtlichen österreichischen Gebirgsbahnen mithalten kann (Streckenbeschreibung z.B. bei. http://www.blockstelle.de/streckeThessAthen.html)
Auch nach Lionakladion bis kurz Domokos ist es ziemlich gebirgig. Die ursprünglich auch sehr romantisch geführte Küstenstrecke bei Katerini wurde zwischenzeitlich durch eine schnurgerade Neubaustrecke ersetzt.
Schließlich erreiche ich wegen eines
außerplanmäßigen Haltes geringfügig verspätet die Hauptstadt (Griechisch-)Makedoniens,
Thessaloniki.
Generell dürfte aber die griechische Eisenbahn im Bezug auf Zuverlässigkeit und
Pünktlichkeit besser als ihr Ruf sein (soweit eine einzige Fahrt hier eine
repräsentative Aussage generieren kann), da neben meinem Zug auch sämtliche
unterwegs begegnenden Züge pünktlich bzw. max. 3 Minuten verspätet verkehrten.
Auch das Fahrplanangebot ist zumindest auf der Hauptstrecke Athen - Thessaloniki
akzeptabel. Ärgerlich ist nur dass zu wenig Platzkapazität zur Verfügung
gestellt wird, und dadurch fast alle Züge überfüllt sind.
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Bahnhof in Athen. Mit seinen ganzen 3 Bahnsteigkanten macht dieser nicht den Eindruck zu einer Millionenstadt zu gehören. |
Ankommender IC 75 aus Dikea (am nordöstlichen Zipfel Griechenlands im bulgarisch-griechisch-türkischen 3-Länder-Eck gelegen) |
Bahnhof Afidnai |
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Gleich nach Athen wirds gebirgiger... |
Hochgebirgscharakter vor Lianokladion -- leider kann man die landschaftliche Stimmung schwer in Fotos fassen. |
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Blick nach hinten auf die erst vor kurzem beschafften neuen Wägen für den IC-Verkehr |
Auch in Griechenland ist Plasser&Theurer vertreten (hier bei Larissa) |
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D 500 (Athen/Athinai 07:44 -
Thessaloniki/Solun 13:42) |
In Saloniki muss gleich einmal feststellen,
dass diese Stadt keinen sehr einladenden Eindruck auf mich macht, und ich
entscheide mich innerhalb einer Minute, dass ich hier sicher nur 1 Nacht bleiben
werde.
Nach kurzer Hotelsuche (Hotel Rex in Bahnhofnähe) erstehe ich eine Fahrkarte
nach Beograd (€29). Nachdem ich in einem Internet-Cafe auch noch ein Hotel in
Belgrad reserviert habe (bei einer Planankunft um 21:00 will ich mich nicht noch
auf Herbergssuche begeben), geht's auf zum Sightseeing.
Dabei kommen mir doch auch einige etwas schönere Plätze unter. Gesamtheitlich gesehen ist aber Saloniki die uneinladenste Stadt die ich jemals bereist habe. Nur die Restaurants und Lokale am Abend sind eine positive Ausnahme. Diese sind durchwegs empfehlenswert - vor allem frischer Fisch schmeckt doch besser als auf den griechischen Inseln. Auch gibt es einige Lokale wo es angezapftes mitteleuropäisches Bier gibt.
Saloniki/Thessaloniki/Solun/Θεσσαλονίκη
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Blick aus dem Hotel Richtung Bahnhof und Stadtrand |
An Ostblock-Plattenbauten erinnernde Bauten |
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Gemütliche Lokale |
Kloster? |
Agia Sophia |
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Katakomben von Agios Ioannis |
Park Theater |
alter Leuchtturm |
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Meer... |
Reiterstatue |
Park mit gemütlichen Lokalen |
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