10. Heimreise Beograd -> Wien
Bereits früher als eigentlich notwendig
marschiere ich zum Bahnhof, um in der dortigen Restauration ein Frühstück zu
genießen.
Beachtenswert ist, dass auch zur morgendlichen Spitze (sofern es diese in
Serbien überhaupt gibt) kein einziger Zug mit weniger als 30 Minuten Verspätung
ankommt.
Kurz vor Abfahrt marschiere ich dann zum Gleis 1 um den Zug zu entern.
Aus nicht bestimmbaren Gründen verlassen wir Belgrad schon geringfügig
verspätet.
Aufgrund von div. Langsamfahrstellen, die vermutlich auch großteils noch Relikte
aus Kriegszeiten sind, und einiger Halte wegen außerplanmäßigen Zugskreuzungen
erhöht sich die Verspätung nach und nach und schließlich erreichen wir fast 40
Minuten später die nordserbische Grenz- und Großstadt Subotica.
Nach Abschluss der unproblematischen serbischen Grenzkontrolle überschreiten wir
die ungarische Grenze, die ja seit kurzem auch EU-Außengrenze ist. Um diesen
Umstand gerecht zu werden, sind die ungarischen Zöllner im Bahnhof Kelebia
übergenau und auch ich muss meinen Gepäckinhalt leeren.
Aufgrund einiger verlegten Zugskreuzungen ist auch auf dem ungarischen
eingleisigen Streckenabschnitt bis Budapest keine Zeit aufzuholen, und trotz des
sehr langen planmäßigen Haltes in Budapest verlassen wir diesen Ort immer noch
mehr als 20 Minuten über Plan.
Da dann (vermutlich) IC 916 genau vor uns fährt, können auch die ansonsten üppig
vorhandenen Zeitreserven in Westungarn nicht ausgenutzt werden, und nach
Überschreiten der österreichischen Grenze erreiche ich erst um 19:13 den wiener
Westbahnhof, wo diese Reise für beendet werden kann.
|
IC 344 "Avala" (Beograd 08:20 - Wien
Westbahnhof 18:40) |